13.1. Vortrag in Würzburg

Am 13. Januar veranstaltet die Gruppe Exil – unterstützt vom Verein für Kultur, Politik und Kritik – in Würzburg einen Vortrag mit dem Thema „1917 – Anfang oder Ende des Kommunismus?“. Referent Daniel Kulla wird ab 19 Uhr im Café Kult (Landwehrstr. 10) zu hören sein.

Kommunismus als Schlagwort der allgemeinen Emanzipation – durch Überwindung der Klassengesellschaft und die Herstellung eines gleichen Zugangs zum gesellschaftlichen Reichtum – datiert schon zurück ins 19. Jahrhundert. Die Kommunistischen Parteien hingegen formieren sich unter diesem Namen erst im Jahr 1917 im revolutionären Rußland – und zwar als Vertreter einer ganz bestimmten Interpretation und ganz bestimmter Konsequenzen aus den Ereignissen dieses Jahres.

In einer vergleichenden Betrachtung der sowjetischen, der anarchistischen und der bürgerlich-antikommunistischen Geschichtsschreibung wird zu untersuchen sein, ob sich die KP-Deutung aufrechterhalten läßt und inwiefern sich eine kommunistische Position in derselben Tradition verorten kann. Es wird der Frage nachgegangen, in welchem Maß sich das kommunistische Projekt heute auf historische Positionierungen, äußere Erscheinung und konkrete Politikformen der Kommunistischen Parteien beziehen läßt.

Ist die Distanzierung von der Vergangenheit bequem oder konsequent? Gibt es eine Entscheidung zwischen Kommunismus als Ziel und kommunistischer Bewegung?





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